Wer heute nach "Stocard" sucht, findet die App nicht mehr in den Stores. Am 17. November 2024 wurde Stocard endgültig abgeschaltet. Der schwedische Zahlungsanbieter Klarna hatte das Mannheimer Unternehmen bereits 2021 übernommen und die Kundenkarten-Funktion anschließend schrittweise in die eigene App integriert – heute als "Klarna Wallet". Bestehende Karten der Nutzer gingen dabei nicht verloren, sie wanderten mit.
Stand: September 2026. Stocard ist seit 17. November 2024 abgeschaltet, die Kundenkarten-Funktion wurde in die Klarna-App überführt.
Warum das für Unternehmen relevant ist
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Die Abschaltung von Stocard ist mehr als eine technische Randnotiz. Sie zeigt ein grundsätzliches Risiko auf, das viele Unternehmen unterschätzen: Wer seine Kundenbindung auf einer fremden Plattform aufbaut, ist von deren strategischen Entscheidungen abhängig. Wird die Plattform verkauft, umgebaut oder eingestellt, verlierst du den Kanal zu deinen Kunden – ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben.
Unternehmen, deren Kundenkarte ausschließlich in Stocard existierte, standen 2024 vor genau diesem Problem. Ihre Kunden mussten sich aktiv für ein Klarna-Konto entscheiden, um ihre Karten weiter zu nutzen – ein Bruch in der Customer Journey, den kein Händler steuern konnte.
Was Klarna Wallet heute für Unternehmen leistet
Klarna Wallet setzt fort, was Stocard begonnen hat: Endkunden verwalten dort ihre Kundenkarten verschiedenster Unternehmen an einem Ort. Aus Unternehmenssicht bleibt die grundsätzliche Einschränkung aber bestehen – es handelt sich um eine Verbraucher-App, in der deine Marke einer von vielen Einträgen ist. Die Kundenbeziehung findet in einem Umfeld statt, das du weder gestaltest noch kontrollierst, und die Kundendaten liegen nicht bei dir.
Der Gegenentwurf: die eigene App
Pocketshop verfolgt bewusst den umgekehrten Ansatz. Jedes Unternehmen erhält eine eigenständige App mit eigenem Namen und Icon im App Store und bei Google Play – kein Eintrag in einer Sammel-App eines Drittanbieters. Was das konkret bedeutet:
- Die Kundendaten liegen in deinem eigenen Dashboard & CRM, nicht bei einer fremden Plattform
- Push-Nachrichten gehen direkt von dir an deine Kunden – ohne Zwischeninstanz
- Deine Marke steht allein im Mittelpunkt, nicht neben hunderten anderen
- Niemand kann dir den Kanal abschalten oder umbauen
Direktvergleich
Angaben Stand September 2026, direkt bei den Anbietern recherchiert. Bitte vor einer Entscheidung aktuelle Konditionen bestätigen.
| Kriterium | Klarna Wallet (Stocard-Nachfolger) | Pocketshop |
|---|---|---|
| Art der Lösung | Verbraucher-App zur Kartenverwaltung | Eigene Unternehmens-App |
| Eigenes Branding | Eintrag in fremder App | Eigene App mit eigenem Namen & Icon |
| Kundendaten | Bei der Plattform | Im eigenen Dashboard & CRM |
| Push-Nachrichten an deine Kunden | Nicht als Marketingkanal für Händler gedacht | Inklusive |
| Abhängigkeit | Plattform kann sich ändern oder eingestellt werden | Deine App bleibt deine App |
| Kosten für Unternehmen | Kein klassisches Händlerprodukt | Ab €99/Monat |
Die Lehre aus dem Stocard-Aus
Sammel-Apps sind bequem – für Konsumenten. Für Unternehmen sind sie ein Mietverhältnis: praktisch, solange es läuft, aber ohne Eigentum an der Beziehung. Das Stocard-Aus hat gezeigt, wie schnell so ein Mietverhältnis enden kann.
Als inhabergeführtes Familienunternehmen aus Schwertberg in Oberösterreich hat Pocketshop einen anderen Anspruch: Deine App gehört dir, deine Kundendaten gehören dir – und dein Ansprechpartner bei uns hat einen Namen und ein Gesicht, statt einer Ticketnummer.
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