Vergleiche & Alternativen

Stocard wurde eingestellt: Was Unternehmen jetzt über Klarna Wallet und Alternativen wissen sollten

18. September 20267 Minuten Lesezeit

Stocard war jahrelang die bekannteste App für digitale Kundenkarten. Seit November 2024 gibt es sie nicht mehr – die Funktionen leben in der Klarna-App weiter. Für Unternehmen ist das ein guter Anlass, die eigene Kundenbindungsstrategie zu überdenken.

Wer heute nach "Stocard" sucht, findet die App nicht mehr in den Stores. Am 17. November 2024 wurde Stocard endgültig abgeschaltet. Der schwedische Zahlungsanbieter Klarna hatte das Mannheimer Unternehmen bereits 2021 übernommen und die Kundenkarten-Funktion anschließend schrittweise in die eigene App integriert – heute als "Klarna Wallet". Bestehende Karten der Nutzer gingen dabei nicht verloren, sie wanderten mit.

Stand: September 2026. Stocard ist seit 17. November 2024 abgeschaltet, die Kundenkarten-Funktion wurde in die Klarna-App überführt.

Warum das für Unternehmen relevant ist

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Die Abschaltung von Stocard ist mehr als eine technische Randnotiz. Sie zeigt ein grundsätzliches Risiko auf, das viele Unternehmen unterschätzen: Wer seine Kundenbindung auf einer fremden Plattform aufbaut, ist von deren strategischen Entscheidungen abhängig. Wird die Plattform verkauft, umgebaut oder eingestellt, verlierst du den Kanal zu deinen Kunden – ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben.

Unternehmen, deren Kundenkarte ausschließlich in Stocard existierte, standen 2024 vor genau diesem Problem. Ihre Kunden mussten sich aktiv für ein Klarna-Konto entscheiden, um ihre Karten weiter zu nutzen – ein Bruch in der Customer Journey, den kein Händler steuern konnte.

Was Klarna Wallet heute für Unternehmen leistet

Klarna Wallet setzt fort, was Stocard begonnen hat: Endkunden verwalten dort ihre Kundenkarten verschiedenster Unternehmen an einem Ort. Aus Unternehmenssicht bleibt die grundsätzliche Einschränkung aber bestehen – es handelt sich um eine Verbraucher-App, in der deine Marke einer von vielen Einträgen ist. Die Kundenbeziehung findet in einem Umfeld statt, das du weder gestaltest noch kontrollierst, und die Kundendaten liegen nicht bei dir.

Der Gegenentwurf: die eigene App

Pocketshop verfolgt bewusst den umgekehrten Ansatz. Jedes Unternehmen erhält eine eigenständige App mit eigenem Namen und Icon im App Store und bei Google Play – kein Eintrag in einer Sammel-App eines Drittanbieters. Was das konkret bedeutet:

  • Die Kundendaten liegen in deinem eigenen Dashboard & CRM, nicht bei einer fremden Plattform
  • Push-Nachrichten gehen direkt von dir an deine Kunden – ohne Zwischeninstanz
  • Deine Marke steht allein im Mittelpunkt, nicht neben hunderten anderen
  • Niemand kann dir den Kanal abschalten oder umbauen

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Angaben Stand September 2026, direkt bei den Anbietern recherchiert. Bitte vor einer Entscheidung aktuelle Konditionen bestätigen.

KriteriumKlarna Wallet (Stocard-Nachfolger)Pocketshop
Art der LösungVerbraucher-App zur KartenverwaltungEigene Unternehmens-App
Eigenes BrandingEintrag in fremder AppEigene App mit eigenem Namen & Icon
KundendatenBei der PlattformIm eigenen Dashboard & CRM
Push-Nachrichten an deine KundenNicht als Marketingkanal für Händler gedachtInklusive
AbhängigkeitPlattform kann sich ändern oder eingestellt werdenDeine App bleibt deine App
Kosten für UnternehmenKein klassisches HändlerproduktAb €99/Monat

Die Lehre aus dem Stocard-Aus

Sammel-Apps sind bequem – für Konsumenten. Für Unternehmen sind sie ein Mietverhältnis: praktisch, solange es läuft, aber ohne Eigentum an der Beziehung. Das Stocard-Aus hat gezeigt, wie schnell so ein Mietverhältnis enden kann.

Als inhabergeführtes Familienunternehmen aus Schwertberg in Oberösterreich hat Pocketshop einen anderen Anspruch: Deine App gehört dir, deine Kundendaten gehören dir – und dein Ansprechpartner bei uns hat einen Namen und ein Gesicht, statt einer Ticketnummer.


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Häufige Fragen

Wann wurde Stocard eingestellt?
Stocard wurde am 17. November 2024 abgeschaltet. Klarna hatte das Unternehmen bereits 2021 übernommen und die Kundenkarten-Funktion anschließend in die eigene App integriert, wo sie heute als Klarna Wallet weiterläuft.
Was ist mit den Kundenkarten passiert, die in Stocard gespeichert waren?
Die Karten gingen nicht verloren, sondern wurden in die Klarna-App überführt. Nutzer mussten dafür allerdings ein Klarna-Konto anlegen, um weiter darauf zugreifen zu können.
Brauche ich als Unternehmen überhaupt eine eigene App, oder reicht eine Sammel-App?
Für eine reine Kartenablage kann eine Sammel-App genügen. Sobald du aber aktiv kommunizieren, Kunden zurückholen und eigene Daten aufbauen willst, brauchst du einen Kanal, der dir gehört. Das Stocard-Aus hat gezeigt, wie abhängig man von fremden Plattformen ist.
Was kostet eine eigene App bei Pocketshop?
Das Basispaket startet bei €99 pro Monat inklusive einem Standort und bis zu 500 aktiven Nutzern, zuzüglich einer einmaligen Einrichtung von €1.500 (Stand September 2026). Die Preise sind öffentlich einsehbar – ohne vorheriges Verkaufsgespräch.

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